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Heizung & Sanitär

Heizung tauschen in Wildeshausen

„Meine Heizung ist 25 Jahre alt. Muss die raus?“

Ein Kessel, der läuft, muss nicht raus. Ein Kessel, für den es keine Ersatzteile mehr gibt, schon. Und zwar besser im Sommer als im Januar. Zwischen diesen beiden Sätzen liegt die eigentliche Frage: Wie lange hält er noch, und wann ist der ruhige Moment für den Wechsel?

Denn ein Heizungstausch im Notfall ist der teuerste. Wenn die Anlage im Februar aufgibt, wird eingebaut, was lieferbar ist. Förderung spielt dann keine Rolle mehr, weil ein Antrag Zeit braucht und vor der Auftragsvergabe gestellt sein muss.

Deshalb wird vorher gerechnet. Nicht, welches Gerät im Prospekt gut aussieht, sondern welche Heizlast das Haus hat, wie groß die Heizflächen sind und mit welcher Temperatur die Räume tatsächlich warm werden. Aus diesen Zahlen ergibt sich, was überhaupt in Frage kommt.

Vorhaben schildern
Neu verlötete Kupferrohre am Verteiler eines Heizungsraums, daneben gedämmte Vorlaufleitungen mit Absperrventilen

Woran Sie merken, dass es Zeit ist

Sehen Sie auf das Typenschild am Kessel, dort steht das Baujahr. Ab etwa zwanzig Jahren wird es eng mit Ersatzteilen, und ab da wird jede Störung zur Gelegenheit, über den Tausch zu reden. Wenn der Heizungsbauer in zwei aufeinanderfolgenden Wintern kommen musste, ist das kein Zufall mehr.

Weitere Zeichen: Der Kessel schaltet ständig ein und aus, statt gleichmäßig zu laufen. Der Verbrauch steigt bei vergleichbarem Wetter. Die Umwälzpumpe läuft ungeregelt durch. Das sieht man daran, dass sie nur einen Schalter mit drei Stufen hat. Und wenn der Schornsteinfeger die Abgaswerte anmerkt, ist das ein handfester Hinweis und keine Formalie.

Was das Haus vorgibt

Vor dem Gerät steht die Heizlast: Wie viel Wärme braucht dieses Haus am kältesten Tag? Diese Zahl wird gerechnet, nicht geschätzt. Wer nach Erfahrung auslegt, landet fast immer zu groß, und eine zu große Anlage arbeitet in Teillast schlechter und verschleißt schneller.

Die zweite Größe ist die Temperatur, mit der es warm wird. Je niedriger sie sein darf, desto mehr Möglichkeiten haben Sie. Diesen Punkt können Sie selbst prüfen, kostenlos, und zwar im Winter: die Vorlauftemperatur an der Regelung schrittweise absenken und beobachten, ob alle Räume warm bleiben. Wenn ja, ist Ihr Haus für eine Wärmepumpe besser geeignet, als es das Baujahr vermuten lässt. Wenn einzelne Räume abfallen, liegt es oft an zu kleinen Heizkörpern in genau diesen Räumen, und die lassen sich tauschen.

Dazu gehört der hydraulische Abgleich. Ohne ihn läuft ein Teil des Wassers im Kreis und ein anderer Teil kommt nicht an. Das ist der günstigste Eingriff mit der zuverlässigsten Wirkung, und er gehört bei jedem Tausch dazu.

Welche Möglichkeiten es gibt

Die Wärmepumpe ist der Weg, über den derzeit am meisten geredet wird, und in vielen Häusern der passende. Dazu gibt es bei uns eine eigene Seite. Ein Gas-Brennwertgerät ist technisch ausgereift und günstig im Einbau, aber es bindet Sie an einen Brennstoff, dessen Preisentwicklung niemand kennt. Holz und Pellets brauchen Platz, Lieferwege und Arbeit, dafür sind sie in Häusern mit hohem Wärmebedarf eine echte Option.

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Wärmenetze. Die Kommunen sind dabei, Wärmepläne aufzustellen, aus denen hervorgeht, wo ein Netz entstehen kann und wo nicht. Wenn an Ihrer Straße eines geplant ist, verändert das die Rechnung grundlegend. Fragen Sie das bei der Stadt ab, bevor Sie sich für eine Anlage entscheiden, die zwanzig Jahre bleiben soll. Wir helfen dabei, die richtige Stelle zu finden.

Was Recht und Förderung sagen

An dieser Stelle ist Vorsicht angebracht, und zwar aus einem einfachen Grund: Die Regeln für den Einbau neuer Heizungen sind 2026 geändert worden. Was 2023 und 2024 in der Zeitung stand, ist als Grundlage für eine Entscheidung nicht mehr brauchbar. Wir gehen an den aktuellen Gesetzestext, nicht an das, was man noch im Kopf hat.

Für die Förderung gilt unverändert das Wichtigste: Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein. Es gibt einen Zuschuss für den Heizungstausch, der aus mehreren Bausteinen besteht und an Bedingungen hängt, und es gibt Kredite über die Hausbank. Die Sätze, die Bausteine und die Höchstbeträge werden immer wieder angepasst. Deshalb steht hier keine Zahl. Wir sehen im Termin nach, was heute gilt, und rechnen es an Ihrem Fall durch. Das ist der einzige Weg, bei dem Sie sich auf das Ergebnis verlassen können.

Wer daran beteiligt ist

Am Anfang steht der Energieberater mit Heizlast und Förderantrag. Wenn eine Außeneinheit aufgestellt wird, kommt der Rohbau dazu: Fundament, Wanddurchbrüche, Kernbohrungen. Der Elektriker legt Zuleitung und Zählerplatz, und er meldet die Anlage beim Netzbetreiber an. Das muss vor der Inbetriebnahme erledigt sein.

Dann baut der Heizungsbauer aus und ein, macht den hydraulischen Abgleich und nimmt in Betrieb. Danach kommt gegebenenfalls der Maler für die geschlitzten Wände und der Fliesenleger, wenn eine Flächenheizung dazugekommen ist. Und bei Stilllegung von Kessel und Abgasweg ist der Schornsteinfeger im Spiel. Das sind bis zu sieben Beteiligte für ein Vorhaben, das man umgangssprachlich als eine Sache bezeichnet.

Wie lange es dauert und was Sie vorher wissen sollten

Der reine Gerätetausch ist in zwei bis fünf Tagen gemacht. Kommen Fundament, Zuleitung und ein neuer Speicher dazu, wird es eine bis zwei Wochen. In dieser Zeit gibt es an einzelnen Tagen kein warmes Wasser. Das lässt sich vorher terminieren, sodass Sie sich darauf einstellen können.

Rechnen Sie die Lieferzeit dazu und legen Sie den Termin nicht in den Dezember. Prüfen Sie den Platz: Ein Warmwasserspeicher und ein Pufferspeicher brauchen mehr Raum als der alte Kessel, und beides muss durch die Kellertür passen. Und wenn ein Öltank stillgelegt wird, gehören Reinigung, Ausbau und Entsorgung in das Angebot, nicht in eine Überraschung danach.

Wer das macht

Aus der Gilde: Heizung & Sanitär

Heizung & Sanitär

Olaf Schmidt Heizung-Sanitär GmbH

Wildeshausen

Wir führen sämtliche Heizungs- und Sanitärarbeiten aus. Zusätzlich planen, liefern und montieren wir noch Solarthermie und Klimaanlagen. Selbstverständlich führen wir auch Reparatur- und Wartungsarbeiten durch.

  • Wärmepumpe einbauen
  • Gasheizung tauschen
  • Badezimmer renovieren
  • Altersgerechtes Renovieren
  • Wartungen von Heizungs- und Sanitäranlagen
  • Kernsanierungen von Altbauten
  • Komplette Neubauten
  • Solarthermie installieren

Olaf Schmidt, Chef

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Häufig gefragt

Muss ich meine 25 Jahre alte Heizung austauschen?

Solange sie sicher läuft und der Schornsteinfeger keine Werte beanstandet, entscheiden Sie den Zeitpunkt. Die Vorschriften dazu sind 2026 geändert worden, deshalb prüfen wir Ihren Fall am aktuellen Gesetzestext, statt aus dem Gedächtnis zu antworten. Unabhängig davon: Der geplante Tausch ist immer günstiger als der im Februar.

Können wir die alten Heizkörper behalten?

Häufig ja. Viele Heizkörper aus den Achtzigern und Neunzigern sind großzügig ausgelegt und funktionieren auch bei niedrigerer Temperatur. Das wird raumweise geprüft. Wo einer zu klein ist, wird dieser eine getauscht, nicht alle.

Was ist mit dem Öltank?

Er wird geleert, gereinigt und ausgebaut, das Restöl wird fachgerecht entsorgt. Bei erdgedeckten Tanks ist der Aufwand höher. Lassen Sie sich diesen Posten getrennt ausweisen, damit er nicht als Nachtrag auftaucht, und Sie gewinnen anschließend den Raum, in dem der Tank stand.

Sollen wir erst dämmen oder erst die Heizung tauschen?

Wenn die Heizung noch läuft: erst dämmen. Danach ist die Heizlast kleiner, die Anlage darf kleiner ausfallen und arbeitet besser. Wenn die Heizung nicht mehr sicher durch den Winter kommt, tauschen Sie sie zuerst, dann aber mit einer Auslegung, die die geplante Dämmung schon berücksichtigt.

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