Direkt zum Inhalt

Elektrotechnik

Elektro­installation erneuern in Wildeshausen

„Wir haben noch die alten Schmelzsicherungen. Muss da etwas passieren?“

Eine Elektroinstallation hält lange, ohne dass man ihr etwas ansieht. Genau das ist das Problem. Eine Leitung aus den Fünfzigern funktioniert, bis sie es plötzlich nicht mehr tut, und im Verteiler ist von außen nicht zu erkennen, ob ein Schutzschalter fehlt, der heute selbstverständlich wäre.

Der zweite Grund kommt von außen. Wärmepumpe, Solaranlage, Speicher, Ladepunkt für das Auto: alles davon endet im Zählerschrank. Wer den nie angefasst hat, stößt bei jedem dieser Vorhaben an dieselbe Grenze, und zwar dann, wenn das Gerät schon bestellt ist.

Deshalb ist die Elektrik oft nicht das Ziel, sondern die Voraussetzung. In vielen Häusern gehört sie an den Anfang der Liste, nicht an das Ende.

Vorhaben schildern
Offener Zählerschrank mit aufgereihten Sicherungsautomaten und sauber abgesetzten Adern auf der Sammelschiene

Woran Sie merken, dass es Zeit ist

Sehen Sie in den Verteiler. Wenn dort runde Schraubsicherungen sitzen statt Automaten, ist die Anlage aus einer Zeit vor heutigen Anforderungen. Wenn es keinen Fehlerstrom-Schutzschalter gibt (den Schalter mit der Prüftaste), fehlt der Schutz, der bei einem Stromschlag abschaltet. Beides ist ein deutliches Signal.

Weitere Anzeichen: Steckdosen ohne Schutzkontakt, stoffumwickelte oder brüchige Leitungen im Keller, ein Verteiler auf einer alten Steinplatte oder in einem Holzkasten. Und der Alltag: Mehrfachstecker in jeder Ecke, weil es zu wenig Steckdosen gibt, oder eine Sicherung, die fällt, sobald Wasserkocher und Backofen gleichzeitig laufen.

Warum der Zählerschrank alles bestimmt

Der Zählerschrank ist der Punkt, an dem das Haus am Netz hängt. Er muss dem entsprechen, was der Netzbetreiber vorgibt, und er braucht Platz für das, was noch kommt: Wärmepumpe, Ladepunkt, Solaranlage mit Wechselrichter, Speicher, moderne Messeinrichtung. In vielen Häusern ist dieser Platz nicht mehr da.

Dazu kommt eine Regel, die neu ist und oft überrascht: Neue Wärmepumpen und Ladepunkte gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung im Ausnahmefall kurzzeitig begrenzen, im Gegenzug gibt es günstigere Netzentgelte. Damit das funktioniert, muss der Zählerplatz dafür vorbereitet sein. Wer den Schrank erneuert, macht das in einem Zug mit. Nachträglich ist es ein zweiter Termin mit zweiter Abschaltung.

Wer daran beteiligt ist

Vor dem Elektriker kommt gegebenenfalls der Rohbau: Schlitze stemmen, Durchbrüche für Leitungswege, Kernbohrungen für die Zuleitung. Der Elektriker erneuert dann Zählerschrank, Verteilung und Leitungen und übernimmt die Anmeldung beim Netzbetreiber.

Nach ihm oder mit ihm arbeiten die anderen: Der Heizungsbauer schließt Regelung und Fühler an, der Solarbetrieb Wechselrichter und Speicher. Der Maler verschließt die Schlitze und spachtelt. Wer alles in eine Reihenfolge legt, öffnet die Wände einmal statt dreimal.

Unter Putz, auf Putz oder im Kanal

Im bewohnten Haus ist das oft die entscheidende Frage. Leitungen unter Putz zu verlegen bedeutet Schlitze, Staub und anschließend Putz- und Malerarbeiten in jedem Raum. Es ist die sauberste Lösung und die aufwendigste.

Es gibt Alternativen: Kanäle hinter der Sockelleiste, eine Vorwandebene im Trockenbau, Leitungswege über den abgehängten Bereich einer Decke. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob ohnehin renoviert wird. Wenn Boden und Tapete sowieso neu werden, ist die Entscheidung leicht. Wenn nicht, sagen wir Ihnen, was jede Variante an Wiederherstellung nach sich zieht, bevor Sie sich für die günstigere entscheiden.

Was sich lohnt, gleich mitzumachen

Wenn die Wände einmal offen sind, kostet zusätzlicher Leerraum fast nichts. Legen Sie Leerrohre in den Keller, auf den Dachboden und nach draußen zur Garage. Ein Netzwerkkabel in die Räume, in denen gearbeitet wird, ist zuverlässiger als jede Hoffnung auf Funk. Außensteckdosen und eine Leitung zum Ladepunkt sind der klassische Punkt, der später fehlt.

Rauchwarnmelder sind in Niedersachsen vorgeschrieben: in Schlaf- und Kinderzimmern und in Fluren, über die Rettungswege führen. Für den Einbau ist der Eigentümer verantwortlich. Und legen Sie Steckdosen dort fest, wo später wirklich Bett, Schreibtisch und Fernseher stehen, nicht dort, wo sie heute stehen.

Wie lange es dauert und was Sie vorher wissen sollten

Ein Zählerschrank allein ist meist an einem Tag getauscht. Dabei ist der Strom für einige Stunden weg, weil der Netzbetreiber die Anlage abklemmt und danach wieder plombiert. Das wird angemeldet und terminiert, es ist kein spontaner Vorgang.

Eine komplette Erneuerung im bewohnten Haus dauert je nach Größe und Verlegeart zwei bis vier Wochen, und sie wird raumweise gemacht, damit nicht das ganze Haus gleichzeitig ohne Strom ist. Kommen Putz- und Malerarbeiten dazu, wird es länger. Diesen Teil planen wir mit ein, statt ihn hinterher zu entdecken.

Bestandsschutz heißt nicht, dass eine Anlage sicher ist. Er heißt, dass Sie nicht gezwungen werden, sie zu ändern. Sobald aber etwas erweitert oder erneuert wird, gilt für diesen Teil der aktuelle Stand der Technik. Und im Schadensfall sieht eine Versicherung genau hin, ob die Anlage in Ordnung war.

Lassen Sie sich die Arbeit dokumentieren: Stromlaufplan, Verteilerbeschriftung, Prüfprotokoll. Das klingt nach Formalität, ist aber das Erste, was beim nächsten Umbau oder beim Verkauf gebraucht wird. Ein Prüfbericht über die Anlage ist außerdem der einfachste Weg, überhaupt erst zu erfahren, wo Sie stehen.

Wer das macht

Aus der Gilde: Elektrotechnik

Elektrotechnik

SL-Technik GmbH

Wildeshausen

Wir führen Elektroinstallationen, Smart Home und Netzwerktechnik bei Privat-, Gewerbe- & Industrieprojekten durch. Wir installieren Photovoltaikanlagen, Ladeinfrastruktur und Speichertechnik in jeder Größe.

  • Elektroinstallationen
  • Smart Home
  • Netzwerktechnik
  • Beleuchtungsanlagen
  • Hausgeräte
  • Heimkino
  • Schaltschrankbau

Leon Stöver, Geschäftsführer

Website

Häufig gefragt

Müssen wir unsere alte Elektrik erneuern?

Gezwungen werden Sie nicht, solange nichts geändert wird. Sobald aber erweitert wird (Wärmepumpe, Ladepunkt, Solaranlage), muss der betroffene Teil dem aktuellen Stand entsprechen. Ein Prüfbericht sagt Ihnen vorher, wie viel das in Ihrem Fall ist.

Wie lange ist der Strom weg?

Beim Tausch des Zählerschranks einige Stunden an einem angemeldeten Termin. Bei einer Erneuerung im ganzen Haus wird raumweise gearbeitet, sodass Küche und Heizung möglichst durchlaufen. Kühl- und Gefriergeräte sprechen wir vorher an.

Geht das auch ohne Stemmen?

Zu einem großen Teil ja, mit Kanälen hinter der Sockelleiste oder einer Vorwandebene. Es sieht anders aus und ist nicht überall möglich, aber es hält den Staub im Rahmen. Wir zeigen Ihnen beide Wege am Haus, bevor Sie entscheiden.

Brauchen wir eine Wallbox, wenn wir noch kein Elektroauto haben?

Die Wallbox nicht, die Vorbereitung schon. Ein Leerrohr zur Garage und ein reservierter Platz im Zählerschrank kosten jetzt wenig und später ein Vielfaches. Das ist die Maßnahme mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu späterem Nutzen.

Ansicht anpassen

Kontrast
Bewegung
Schriftgröße

Die Einstellung bleibt auf diesem Gerät gespeichert. Was wir umgesetzt haben

Kommen Sie nicht weiter? 04431 755 71 01