Eine Kerndämmung ist bei einem Einfamilienhaus oft in zwei bis vier Tagen erledigt. Ein Wärmedämm-Verbundsystem dauert bei einem Einfamilienhaus mehrere Wochen: Untergrund vorbereiten, dämmen, armieren, trocknen lassen, verputzen, streichen. Zwischen den Schritten liegen Wartezeiten, die sich nicht kürzen lassen.
Das Gerüst steht die ganze Zeit. Wer Dach, Fenster und Fassade zusammenlegt, zahlt es einmal. Das ist der größte Einzelposten, an dem sich durch Abstimmung wirklich sparen lässt. Außenarbeiten mit Putz brauchen außerdem Temperaturen über dem Frostbereich, was die Monate von November bis März einschränkt.
Farbe und Material sind nicht immer frei. Bebauungsplan oder Gestaltungssatzung können vorgeben, was zulässig ist, und in der Nähe der Altstadt ist der Rahmen enger. Sehen Sie sich Farbmuster am Haus an, in der Größe eines Quadratmeters und bei Tageslicht. Eine Fassadenfarbe wirkt auf der großen Fläche anders als auf der Karte.
Und klären Sie den Grenzabstand. Wird die Wand dicker, rückt sie näher an das Nachbargrundstück. In Niedersachsen ist eine nachträgliche Außendämmung unter Bedingungen auch dann möglich, wenn der übliche Abstand dadurch knapp wird. Ob das bei Ihnen greift, fragt der Planer bei der Gemeinde nach. Das ist kein Punkt, den man auf gut Glück entscheidet.