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Maler & Fassade

Fassade dämmen in Wildeshausen

„Bringt eine Dämmung an der Fassade wirklich etwas, oder schimmelt es dann?“

Die Außenwand ist die größte Fläche am Haus. Sie zu dämmen bringt entsprechend viel und kostet entsprechend viel, weil Gerüst, Untergrund, Anschlüsse und Putz dazugehören. Deshalb steht sie in einer vernünftigen Reihenfolge meist nicht am Anfang, sondern nach Dach und Fenstern.

Es gibt einen Fall, in dem sich das umdreht: wenn der Putz ohnehin herunter muss. Dann sind Gerüst und Untergrundarbeiten sowieso fällig, und der Sprung zur Dämmung ist kleiner, als er von außen wirkt.

Die Sorge um Schimmel ist berechtigt, aber sie zeigt in die falsche Richtung. Eine gedämmte Außenwand ist innen wärmer, und an einer wärmeren Wand schlägt sich weniger Feuchte nieder. Schimmel entsteht dort, wo eine kalte Stelle übrig bleibt, an einer Wärmebrücke, die nicht mitgedämmt wurde.

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Angesetzte Dämmplatten an einer Außenwand, an der Kante liegt das Armierungsgewebe im frischen Kleber

Woran Sie merken, dass es Zeit ist

Der Putz reißt, blüht aus oder klingt beim Klopfen hohl. An der Nordseite sitzt Algenbewuchs, der nach dem Reinigen bald wiederkommt. Innen sind die Außenwände deutlich kälter als die Innenwände, und in den Außenecken hinter Möbeln setzt sich Feuchte ab.

Ein eigener Hinweis ist der Sockel. Wenn der Putz dort abplatzt und das Mauerwerk dunkel ist, steigt Feuchte auf. Das ist kein Dämmthema, sondern zuerst ein Abdichtungsthema, und es muss vorher gelöst sein, weil auf eine feuchte Wand nichts geklebt wird.

Welche Systeme es gibt

Beim Wärmedämm-Verbundsystem werden Dämmplatten auf die Wand geklebt und verputzt. Das ist die verbreitetste Lösung, es gibt sie mit Polystyrol, Mineralwolle oder Holzfaser. Die hinterlüftete Vorhangfassade arbeitet mit einer Unterkonstruktion und einer Bekleidung davor (teurer, aber bauphysikalisch gutmütig und bei schwierigen Untergründen oft der bessere Weg).

Im Oldenburger Land ist ein dritter Weg besonders wichtig: die Kerndämmung. Viele Häuser hier haben zweischaliges Mauerwerk mit einer Luftschicht zwischen Klinker und Innenwand. Diese Schicht lässt sich von außen mit kleinen Bohrungen mit Dämmstoff füllen. Der Klinker bleibt, wie er ist, das Gerüst ist kleiner und die Maßnahme ist in wenigen Tagen erledigt. Ob die Luftschicht ausreichend und durchgängig ist, wird vorher mit einer Kamera geprüft. Geschätzt wird da nicht.

Bleibt nur die Innendämmung, weil außen nichts geändert werden darf, geht das ebenfalls. Dann ist der Feuchteschutz das entscheidende Thema und der Aufbau wird gerechnet, nicht ausgewählt.

Was dabei zusammenhängt

Fenster und Türen kommen vor der Dämmung. Werden sie danach getauscht, muss die Dämmung an der Laibung wieder aufgemacht werden. Ebenso gehören Rollladenkästen, Fensterbänke, Vordächer, Außenlampen, Briefkasten und Hausnummer in die Planung. Jedes Teil, das an der Wand hängt, muss ab und mit neuem Abstand wieder dran.

Der Dachüberstand ist der Punkt, an dem die meisten Überraschungen sitzen. Wird die Wand dicker, reicht der Überstand oft nicht mehr, dann muss die Traufe verlängert werden. Das ist Zimmererarbeit und gehört mit ins Angebot, nicht in eine Nachtragsrechnung. Zum Schluss kommt der Landschaftsbauer, der Pflaster und Beete am Sockel wieder anschließt.

Die Schimmelfrage, ehrlich beantwortet

Feuchte schlägt sich an der kältesten Oberfläche im Raum nieder. Vor der Dämmung ist das häufig die Außenwand. Nach einer richtig ausgeführten Dämmung ist die Wand wärmer, und die Gefahr sinkt an dieser Stelle deutlich.

Sie sinkt nicht an Stellen, die kalt bleiben: eine auskragende Balkonplatte, ein Rollladenkasten, ein Stahlträger im Sturz, die Laibung um ein Fenster. Genau dort schimmelt es nach einer schlechten Dämmung, weil sich die Feuchte den neuen kältesten Punkt sucht. Deshalb werden Anschlussdetails vorher gezeichnet. Und deshalb gehört die Frage dazu, wie im Haus gelüftet wird. Ein dichtes, gedämmtes Haus ohne Lüftung ist die schlechtere Kombination.

Was Gesetz und Förderung sagen

Wenn eine Außenwand in größerem Umfang erneuert wird, verlangt das Gebäudeenergiegesetz einen bestimmten Wärmeschutz für dieses Bauteil. Ein neuer Anstrich löst das nicht aus, ein neuer Putz über die ganze Fläche kann es auslösen. Wer nur streichen will und beim Abklopfen feststellt, dass der Putz herunter muss, landet also in einer anderen Rechtslage. Das klärt der Planer, bevor bestellt wird.

Die Dämmung der Außenwand ist eine förderfähige Einzelmaßnahme. Der Antrag geht vor dem Auftrag raus, ein individueller Sanierungsfahrplan erhöht den Satz, und alternativ kommt die Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen in Frage. Die Fördersätze, die geforderten Kennwerte und die Höchstbeträge werden regelmäßig geändert, deshalb sehen wir das im Termin am aktuellen Stand nach.

Wie lange es dauert und was Sie vorher wissen sollten

Eine Kerndämmung ist bei einem Einfamilienhaus oft in zwei bis vier Tagen erledigt. Ein Wärmedämm-Verbundsystem dauert bei einem Einfamilienhaus mehrere Wochen: Untergrund vorbereiten, dämmen, armieren, trocknen lassen, verputzen, streichen. Zwischen den Schritten liegen Wartezeiten, die sich nicht kürzen lassen.

Das Gerüst steht die ganze Zeit. Wer Dach, Fenster und Fassade zusammenlegt, zahlt es einmal. Das ist der größte Einzelposten, an dem sich durch Abstimmung wirklich sparen lässt. Außenarbeiten mit Putz brauchen außerdem Temperaturen über dem Frostbereich, was die Monate von November bis März einschränkt.

Farbe und Material sind nicht immer frei. Bebauungsplan oder Gestaltungssatzung können vorgeben, was zulässig ist, und in der Nähe der Altstadt ist der Rahmen enger. Sehen Sie sich Farbmuster am Haus an, in der Größe eines Quadratmeters und bei Tageslicht. Eine Fassadenfarbe wirkt auf der großen Fläche anders als auf der Karte.

Und klären Sie den Grenzabstand. Wird die Wand dicker, rückt sie näher an das Nachbargrundstück. In Niedersachsen ist eine nachträgliche Außendämmung unter Bedingungen auch dann möglich, wenn der übliche Abstand dadurch knapp wird. Ob das bei Ihnen greift, fragt der Planer bei der Gemeinde nach. Das ist kein Punkt, den man auf gut Glück entscheidet.

Wer das macht

Aus der Gilde: Maler & Fassade

Maler & Fassade

Nils Kayser Maler- und Lackierermeister

Wildeshausen

Wir übernehmen Maler-, Lackier- und Fassadenarbeiten sowie die Verlegung von Fußböden. Alles aus einer Hand für ein schönes Zuhause.

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  • Spachtelarbeiten

Nils Kayser, Malermeister und Betriebsinhaber

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Häufig gefragt

Muss der Klinker weg?

Nein, in der Regel nicht. Bei zweischaligem Mauerwerk mit Luftschicht wird die Kerndämmung von außen durch kleine Bohrungen eingebracht, der Klinker bleibt sichtbar. Ob die Luftschicht dafür breit und durchgängig genug ist, wird vorher mit einer Endoskopkamera geprüft.

Lohnt sich das bei einem Haus von 1970?

Häufig ja, denn aus dieser Zeit stammen viele Außenwände ohne jede Dämmung. Ob es sich rechnet, hängt an der Fläche, am Zustand des Putzes und daran, was am Haus sonst noch ansteht. Das rechnet ein Energieberater durch, bevor Sie ein Angebot einholen.

Wie lange steht das Gerüst?

Bei einem Wärmedämm-Verbundsystem mehrere Wochen, weil zwischen Armierung und Putz Trockenzeiten liegen. Nutzen Sie die Zeit: Dachrinne, Fenster, Rollladen, Dachanschluss und Solaranlage sind mit Gerüst deutlich günstiger als ohne.

Darf ich bis an die Grundstücksgrenze dämmen?

Das hängt vom Abstand ab, der heute schon vorhanden ist, und von den Regeln der niedersächsischen Bauordnung zur nachträglichen Wärmedämmung. Es gibt Erleichterungen, aber sie sind an Bedingungen gebunden. Der Planer fragt das bei der Gemeinde ab, bevor gebaut wird.

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