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Heizung & Sanitär

Bad sanieren in Wildeshausen

„Wir wollen eine bodengleiche Dusche. Geht das in unserem Haus?“

Ein Bad ist der kleinste Raum im Haus und der mit den meisten Beteiligten. Auf wenigen Quadratmetern arbeiten Maurer, Elektriker, Installateur, Fliesenleger, Maler und Tischler. Nacheinander, nicht gleichzeitig. Deshalb dauert ein Bad länger, als die Fläche vermuten lässt.

Die Frage nach der bodengleichen Dusche kommt fast immer. In den meisten Häusern ist sie lösbar. Die Antwort hängt am Aufbau des Bodens und daran, wo der Abfluss sitzt. Über einem Keller ist mehr möglich als über einer Betondecke im Erdgeschoss ohne Luft nach unten.

Was am Ende darüber entscheidet, ob ein Bad hält, sieht man hinterher nicht: die Abdichtung unter der Fliese. Alles andere ist Geschmack.

Vorhaben schildern
Blaue Abdichtungsbahn in einer Duschnische, an der Bodenecke ein eingeklebtes Dichtband und ein Zahnspachtel

Woran Sie merken, dass es Zeit ist

Die Fugen bleiben dunkel, egal wie oft geschrubbt wird. Das Silikon in der Ecke wird immer wieder schwarz. Die Armatur tropft, und für das Ersatzteil gibt es keinen Hersteller mehr. Oder der Einstieg in die Wanne ist einfach zu hoch geworden.

Ein Bad hält im Schnitt fünfundzwanzig bis dreißig Jahre. Wenn es soweit ist, sind meist die Abdichtung und die Leitungen am Ende, nicht die Fliesen. Deshalb lohnt es sich selten, nur die Oberfläche zu erneuern.

Bodengleiche Dusche: wann das geht

Entscheidend sind zwei Dinge: wie viel Aufbauhöhe unter dem alten Bodenbelag steckt und wo der Abfluss liegt. Ist genug Höhe da, wird eine Duschfläche mit Bodenablauf eingebaut, mit Gefälle zum Ablauf und einer Abdichtung, die an der Wand hochgezogen wird.

Ist die Höhe knapp, gibt es Wege: flache Duschelemente, ein Ablauf in der Wand statt im Boden, oder eine Duschwanne mit sehr niedrigem Rand. Ganz ohne Aufbau geht es nicht, weil das Wasser irgendwohin laufen muss. Wir sagen Ihnen beim ersten Termin, was in Ihrem Bad realistisch ist. Dafür wird der Boden an einer Stelle geöffnet.

Wer daran beteiligt ist

Zuerst kommt der Abbruch: alte Objekte und Fliesen raus, gegebenenfalls eine Wand versetzen, Durchbrüche für neue Leitungen. Dann der Elektriker, der Leitungen, Licht und Steckdosen legt. Im Bad gibt es feste Regeln, was in welchem Abstand zur Dusche hängen darf. Anschließend die Rohinstallation für Wasser und Abwasser.

Erst danach wird geschlossen: Estrich oder Ausgleich, Abdichtung, Fliesen. Zum Schluss die Objekte, Malerarbeiten an Decke und ungefliesten Flächen, Möbel und Tür. Wenn das Bad kein Fenster hat, kommt die Lüftung dazu. Diese Reihenfolge ist nicht verhandelbar, und jede Umstellung kostet Tage.

Abdichtung und Lüftung

Unter der Fliese liegt eine Abdichtung, die im Verbund mit dem Fliesenkleber arbeitet. Sie wird an allen Anschlüssen weitergeführt: mit Dichtband in die Ecken, mit Manschetten um Rohrdurchführungen, an der Wand hoch bis über die Spritzwasserzone. Das ist der Teil, an dem nicht gespart werden darf, weil ein Fehler erst nach Jahren sichtbar wird, dann aber im Raum darunter.

Dazu gehört, dass die Feuchte aus dem Raum kommt. Ein Bad ohne Fenster braucht einen Ventilator, der nachläuft, nicht einen, der mit dem Licht ausgeht. In einem gut gedämmten Haus reicht Kippen ohnehin nicht mehr.

Wie lange es dauert

Für ein Komplettbad rechnen Sie mit drei bis fünf Wochen. Ein Teil davon ist Warten: Estrich und Ausgleichsmasse müssen trocknen, bevor gefliest wird, und das lässt sich nicht beschleunigen, ohne dass es später reißt.

Wenn es das einzige Bad im Haus ist, brauchen Sie eine Zwischenlösung. Eine Toilette im Keller oder in der Garage lässt sich oft provisorisch anschließen. Sagen Sie das früh, dann wird es eingeplant statt improvisiert.

Was Sie vorher wissen sollten

Fliesen und Sanitärobjekte sollten ausgewählt sein, bevor der Abbruch beginnt. Manches ist lieferbar, manches nicht, und ein Bad, das auf eine Armatur wartet, steht still. Legen Sie außerdem früh fest, wo Steckdosen, Handtuchheizung und Licht hinkommen.

Denken Sie daran, wie das Bad in zwanzig Jahren funktionieren soll. Verstärkungen in der Wand für Stützklappgriffe kosten beim Neubau des Bades fast nichts und sind nachträglich eine zweite Sanierung. Wer einen Pflegegrad hat, kann bei der Pflegekasse einen Zuschuss für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds beantragen. Wie hoch der ist und was dafür verlangt wird, sehen wir im Gespräch am aktuellen Stand nach.

Wer das macht

Aus der Gilde: Heizung & Sanitär

Heizung & Sanitär

Olaf Schmidt Heizung-Sanitär GmbH

Wildeshausen

Wir führen sämtliche Heizungs- und Sanitärarbeiten aus. Zusätzlich planen, liefern und montieren wir noch Solarthermie und Klimaanlagen. Selbstverständlich führen wir auch Reparatur- und Wartungsarbeiten durch.

  • Wärmepumpe einbauen
  • Gasheizung tauschen
  • Badezimmer renovieren
  • Altersgerechtes Renovieren
  • Wartungen von Heizungs- und Sanitäranlagen
  • Kernsanierungen von Altbauten
  • Komplette Neubauten
  • Solarthermie installieren

Olaf Schmidt, Chef

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Häufig gefragt

Können wir während der Badsanierung im Haus wohnen?

Meistens ja, wenn es ein zweites WC gibt oder eines provisorisch angeschlossen werden kann. Ohne Zwischenlösung sind die Wochen ohne Bad schwer durchzuhalten. Wir klären das vor dem Auftrag, nicht am ersten Baustellentag.

Müssen die Leitungen mit raus?

In der Regel ja. In älteren Häusern sind es verzinkte Stahlleitungen, die innen zugewachsen sind, und die Abwasserleitung ist oft zu knapp verlegt. Wenn der Boden ohnehin offen ist, ist das der günstigste Moment dafür.

Können wir über die alten Fliesen fliesen?

Technisch geht das, wenn der Untergrund fest sitzt und nichts hohl klingt. Sie bekommen damit aber keine neue Abdichtung, und die Aufbauhöhe steigt weiter. Für eine Auffrischung ist es eine Möglichkeit, für ein Bad, das dreißig Jahre halten soll, nicht.

Bekommen wir Zuschüsse für ein barrierefreies Bad?

Es gibt mehrere Wege: die Pflegekasse bei vorliegendem Pflegegrad und Programme der Förderbanken zur Barrierereduzierung. Die Mittel sind nicht immer verfügbar, und die Bedingungen ändern sich. Deshalb prüfen wir das vor der Auftragsvergabe am aktuellen Stand.

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